| Schwerpunkte > Flughafenerweiterung | |||
| Aus der Region: Moloch Fraport | |||
Nicht nur im Ballungsgebiet Frankfurt, auch überall im Spessart wird über unzumutbaren und stark angestiegenen Fluglärm berichtet. Der Bund Naturschutz kämpft seit Jahren gegen die Flughafenerweiterung und den ausufernden Flugverkehr, weil damit unsere Region noch mehr belastet wird. Der Bund Naturschutz unterstützt dabei die Forderungen der örtlichen Bürgerinitiativen gegen Fluglärm:
CDA (Continuos Descent Approach), d. h. kontinuierliches
Gleitanflugverfahren, was z.B. in London, New York, Chicago oder Los
Angeles schon seit über 30 Jahren praktiziert wird. Beim Flughafen in
Frankfurt am Main wollen die Verantwortlichen, aus welchen Gründen auch
immer, nicht dieses (u. a. lärm- und treibstoffsparende)
Anflugverfahren anwenden. Fragwürdige Argumente sind z. B.: Wurde noch
nie trainiert. Kennt man (hier) nicht. Will man nicht. Gab es noch nie.
Das Anflugverfahren braucht etwas mehr Vorstellungskraft, da mehr
dreidimensional aus- bzw. angelegt, was für hiesige Verhältnisse
schwierig wäre. Nicht genug Lotsen, usw.
Klimakiller Luftverkehrschließen Der Luftverkehr boomt. Obwohl moderne Flugzeuge leiser als ältere Modelle sind, hat der Fluglärm dadurch enorm zugenommen. Dazu kommen die Klimaschäden: Die CO2-Emissionen des Luftverkehrs tragen bereits etwa acht Prozent zur globalen Erwärmung bei. Und ein Ende ist bisher nicht in Sicht: Sollte der Luftverkehr weiter so wachsen, werden seine Klimawirkungen bereits in fünf Jahren die des heutigen Pkw-Verkehrs übersteigen. Trotz der alarmierenden Zahlen wird die Klimawirkung des Flugverkehrs bis heute unterschätzt. Nur zaghaft und halbherzig werden erste Schritte getan: Das EU-Parlament beschloss, den Luftverkehr ab 2012 in den EU-Emissionshandel einzubeziehen. Allerdings sind die Vorgaben viel zu lasch. Gleiches gilt für das Flughafenkonzept der Bundesregierung vom Mai 2009. Es wird dem eigenen Ziel – die Belastungen durch den Luftverkehr auf das Unvermeidbare zu beschränken – bei weitem nicht gerecht. Auch gibt es bisher nicht den politischen Willen, deutsche und europäische Kurzstreckenflüge auf die Schiene zu verlagern, selbst wenn es konkurrenzfähige Bahnalternativen gibt. Der Flugverkehr wird immer noch massiv subventioniert mit über zehn Milliarden Euro pro Jahr durch die Befreiung des Kerosins von der Mineralölsteuer (8,2 Milliarden Euro) und den Verzicht auf die Mehrwertsteuer bei internationalen Tickets.
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Mit dem Schritt der Bundesregierung, ab 1.1.2011 eine Luftverkehrssteuer in Höhe von acht Euro für europäische Flüge, 25 für Mittel- und 45 Euro für Langstreckenflüge zu erheben, wurden bereits Subventionen von einer Milliarde abgebaut. Der BUND verlangt aber deutlich höhere Sätze für die Business-Klasse und die Erste-Klasse-Flieger. Außerdem muss das ab 2012 einsetzende EU-Emissionshandelssystem für den Luftverkehr deutlich nachgebessert werden, damit der Luftverkehr endlich auf einen klimaverträglichen Pfad einschwenkt. weiterführende links:
http://www.bund-hessen.de
Beteiligen auch Sie sich am Widerstand! Nehmen Sie an den Montagsdemonstrationen teil! |
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